Die CSU nominierte: Eine vielfältige, ausgewogene und starke Liste
Nach einem ausgeklügelten Regieplan, wie am Schnürchen, verlief die Nominierungsversammlung des CSU-Ortsverbandes Emmerting, am Donnerstagabend im Saal der Sportheim-Gaststätte, zur Aufstellung eines Bürgermeisterkandidaten und einer Gemeinderatsliste für die Kommunalwahlen am 8. März 2026. Bürgermeister Stefan Kammergruber wurde dabei einstimmig wieder zum Bürgermeisterkandidaten nominiert und anschließend eine Liste mit 16 Kandidatinnen und Kandidaten für den Gemeinderat aufgestellt. Die Wahl dazu erfolgte in drei Blöcken. Als Wahlleiter fungierte Tögings Bürgermeister und Landratskandidat Dr. Tobias Windhorst. Nach der erfolgten Nominierung sprach er von einer vielfältigen, sehr ausgewogenen und starken Liste, in der auch Nicht-CSU-Mitglieder berücksichtigt sind, wie die Listenführerin , Dritte Bürgermeisterin und Bezirksrätin Gisela Kriegl einflocht.
Die Begrüßung zu der Nominierungsversammlung oblag dem CSU-Ortsvorsitzenden Thomas Rothmeier. Der Wahlleiter Dr. Tobias Windhorst kam dann gleich ohne Umschweife zum Thema des Abends, der Wahl eines Bürgermeisterkandidaten und der Aufstellung einer Liste für die Kommunalwahlen im März 2026 . Dazu erklärte er kurz das Wahlprozedere. Als Wahlhelfer unterstützten ihn dann Thomas Estermeier und Verena Rothmeier. Gisela Kriegl schlug dann für das Amt des Bürgermeisters den amtierenden Bürgermeister Stefan Kammerguber vor. „Er ist vor 12 Jahren zum ersten Mal in das Amt gewählt worden und in dieser Zeit haben wir in Emmerting gemeinsam viel erreicht“, so Kriegl. „Der Bürgermeister ist immer der Kopf der Gemeinde und 24 Stunden im Amt. Er muss sich für jeden Pflasterstein in der Gemeinde interessieren und das Amt gerne ausüben“. Die CSU ist die größte Fraktion im Emmertinger Gemeinderat und die Arbeit im Gemeinderat über die Fraktionen hinweg bezeichnet Kriegl als gut und ordentlich und das soll auch in Zukunft so bleiben. Traditionell als interessierte Beobachter waren auch Dritter Bürgermeister Siegfried Ribesmeier und Gemeinderat Manfred Huber von den Freien Wählern bei der Nominierungsversammlung zugegen.
Stefan Kammergruber bedankte sich dann für die Nominierung und stellte in den Vordergrund ihm liege die kommunale Selbstverwaltung sehr am Herzen und er wehre sich entschieden gegen die überbordende Bürokratie. „Mir macht es Freude etwas in der Gemeinde zubewegen“, so Kammergruber. Für ihn ist das heute die sechste Nominierungsversammlung, so Kammergruber, der bereits mit 18 Jahren in den Emmertinger Gemeinderat gewählt wurde. „Politik erfordert Kondition und Ausdauer“, so Kammergruber weiter, und man solle den Ball nicht zu lange halten. „Entscheidungen dürfen nicht zu lange dauern“. Ihm ist es wichtig zielsichere Entscheidungen zügig zu treffen und in den zurückliegenden sechs Jahren haben wir in der Gemeinde einiges auf den Weg gebracht, so Kammergruber. „Wir sind in der Baulandausweisung mit den Baugebieten „Seng-V“ und „Am Saliterweg“ mit 50 neuen Parzellen erfolgreich gewesen und haben noch 12 Parzellen in Reserve. Der neue EDEKA-Markt konnte 2021 eingeweiht werden. Der Markt wird gut angenommen auch von vielen Mehringern frequentiert. Dazu musste aber erst ein fünf Jahre dauernder planerischer Vorlauf bewältigt werden. An der Fernwärme, dem größten Projekt seit Jahren in Emmerting sind mittlerweile 200 Haushalte angeschlossen und auch alle kommunalen Liegenschaften. Der Kindergarten St. Nikolaus wurde ausgebaut und um eine Kinderkrippe erweitert. Großgeschrieben wird in der Gemeinde auch die Inklusion. Hier ist Gisela Kriegl die treibende Kraft. Auch das Sport- und Funktionsgebäude des SV DJK Emmerting konnte fertiggestellt werden und wird sehr gut angenommen. Die Schulturnhalle im Ortszentrum ist ebenfalls sehr gut ausgelastet. Kurz anklingen ließ hier Kammergruber eine mögliche Vergrößerung wegen des Platzbedarfs der OGTS. Der Fuhrpark der Freiwilligen Feuerwehr und des Bauhofs wird ständig erneuert. „Wir haben in den letzten Jahren viel investiert, aber auch gut gewirtschaftet“, so Kammergruber.
Wichtig für uns ist die Schlüsselzuweisung und der hohe Einkommenssteuerabteil. Weh tut und die Kreisumlage in Höhe von 55,2% . Finanziell wird es für uns in Zukunft nicht leichter, aber dennoch wollen wir in der Straßensanierung nach dem Einbau der Fernwärmeleitungen vorankommen. Als Maß aller Dinge, bezeichnete Kammergruber für die Zukunft die Unterstützung der Vereine in der Gemeinde. An der Digitalisierung werden wir nicht vorbeikommen, so Kammergruber weiter. Auch eine Heimat-App für das Rathaus, die Vereine und die Kirche wollen wir einführen. In Planung ist eine Wohnanlage für betreutes Wohnen. In der Tagespflege wollen wir hier mit Mehring zusammenarbeiten, wie das gerade bei der FFW eingeleitet wurde. „Ich denke von unserem Wahlprogramm von 2020 haben wir 90% erreicht. „Ich stehe für den unkomplizierten Dialog“, so Kammergruber. „Was wir nicht brauchen sind die Windräder im Staatsforst, da gibt es andere Lösungen“. „Neue Auflagen wird es wegen der PFOA-Belastung unserer Böden geben, so Kammergruber, aber da gilt es einen Weg für unsere Bürgerinnen und Bürger zu finden.
Er wünsche sich ein starkes Team im Gemeinderat für die anstehenden Aufgaben in den kommenden sechs Jahren. „Ich verspreche im Rahmen meiner Möglichkeiten und meiner christlichen Werteorientierung mein Möglichstes dafür zu tun“. Der Wahlleiter Dr. Tobias Windhorst sprach von einer beindruckenden Bilanz. Stefan Kammergruber kandidiert auch wieder für den Kreistag, was Dr. Windhorst ausdrücklich begrüßte. Im anschließenden Wahlgang wurde Bürgermeister Stefan Kammergruber dann einstimmig zum Bürgermeisterkandidaten der CSU für die Kommunalwahl am 8. März nominiert.
Nun stand die Nominierung von 16 Kandidatinnen und Kandidaten für den 16-köpfigen Emmertinger Gemeinderat an. Nachdem sich die Kandidatinnen und Kandidaten einzeln vorgestellt hatten, es ergab sich dabei ein breites Bild der Gesellschaft vom Hochschulabsolventen, Unternehmer, Selbständigen bis hin zum Handwerker, schritt man zügig zur Wahl. Gewählt wurde in geheimer Wahl in drei Blöcken.
In Block eins waren Gisela Kriegl und Thomas Rothmeier auf den Plätzen 1 und 2 gesetzt. In Block zwei standen dann die amtierenden Gemeinderäte und in Block drei die neuen Bewerberinnen und Bewerber zur Wahl.
Nicht mehr kandidieren die noch amtierenden Gemeinderäte Martina Stumpf, Thomas Estermeier und Mike Hager. Hier nun die „Liste CSU“ für den Gemeinderat für die Kommunalwahlen im März 2026:
1. Gisela Kriegl
2. Thomas Rothmeier
3. Herbert Bergmann
4. Helmut Radecker
5. Florian Maier
6. Sebastian Antersberger
7. Thomas Ertl
8. Korbinian Maier
9. Eva Genz
10. Stefan Grazev
11. Mario Starflinger
12. Flurim Berisha
13. Valentina Smirnov
14. Christin Steuer-Fohrmann
15. Wolfgang Bilger
16. Wolfgang Lorenz
Ersatzkandidat : Mike Hager
Wahlleiter Dr. Tobias Windhorst bescheinigte dem CSU-Ortsverband Emmerting eine sehr ausgewogene Liste mit sehr interessanten Personen und einer großen Vielfalt und Stärke, wie man sie sonst selten findet. Festgestellt wurde dazu auch dass der Listenplatz bei einer Kommunalwahl nicht das Entscheidende ist, weil es sich um eine Persönlichkeitswahl handelt.
Als Kandidat für das Amt des Landrats des Landkreises Altötting ließ Dr. Tobias Windhorst dann noch verlauten, er freue sich auf diese Kandidatur, wenn das Amt auch ein riesengroße Herausforderung darstellt. „ Die finanzielle Lage des Landkreises ist nicht rosig, das ist mir bekannt“, so Dr. Windhorst. Als amtierenden Bürgermeister schränkt mich eine Kreisumlage von 55,2 % schon sehr ein, wünschenswert wären hier 50%, so seine Aussage zu diesem Thema. Aber der Landkreis hat auch 70 Mio. Euro Schulden. „Es wird schwierig werden, aber ich freue mich auf eine neue Herausforderung“, so Dr. Windhorst. Sein Credo, das Landratsamt soll nicht als Verhinderungsbehörde, sonders als Ermöglichungsbehörde wahrgenommen werden. Es gilt positiv an die Dinge heranzugehen und er freue sich auf den Wahlkampf, wobei für ihn gilt nicht zu viel über die anderen zu reden und nach vorne zu schauen. Er beherzige hier den kommunalpolitischen Grundsatz „Wir reden gut über uns, aber nicht schlecht über andere. Politik ist nie zu Ende und ich freue mich trotz der drohenden finanziellen Engpässe auf die neue Aufgabe“.
Das Wahlprogramm der CSU für die Kommunalwahl 2026 wird dann am Samstag den 22. November bei einer Klausur im Kloster Seeon erstellt, so der Ortsvorsitzende Thomas Rothmeier zu Abschluss der Versammlung. (Text: Mike Fuchs)
Fotos: Der Wahlleiter der Nominierungsversammlung des CSU-Ortsverbands Tögings Bürgermeister und Landratskandidat der CSU Dr. Tobias Windhorst. Bürgermeister Stefan Kammergruber wurde vom CSU-Ortsverband wieder für das Amt des Bürgermeisters nominiert.

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